10.08.2018
Fachkräfte für eine solidarische Gesellschaft
Fachschulen feiern ihre Absolventen
Große Freude herrschte bei der Abschlussfeier für die 88 Fachkräfte der Heilerziehungspflege sowie 25 Heilerziehungspflegehelferinnen und -helfer, zu der auch die erste Frau im Caritas-Vorstand, Gabriele Stark-Angermeier nach Altenhohenau gekommen war. 
Den Auftakt bildete ein Gottesdienst mit Pfarrer Josef Mayer, dem geistlichen Direktor des Bildungshauses auf dem Petersberg, in der Kirche des ehemaligen Klosters Altenhohenau. Die von den Schülern vorbereitete eindrucksvolle Feier der Liturgie mit Bibeltexten und tiefsinnigen Gedanken zum Thema "In diesem Moment" wurde umrahmt vom Projektchor und einer Instrumentalgruppe der Fachschule. Mit bewegenden Worten erinnerte Christl Mrowczinski, als stellvertretende Schulleiterin, an die verstorbene Kollegin Susanne Pfiffer, die von allen schmerzlich vermisst werde. 
Zu Beginn des anschließenden Festakts - bestens vorbereitet von den Schülern des zweiten Ausbildungsjahrgangs und deren Lehrkräften, sowie musikalisch umrahmt von einigen frischgebackenen Fachkräften -  zeigte sich Stark-Angermeier begeistert von der Atmosphäre und Gemeinschaft in Altenhohenau. In ihrem Grußwort betonte Sie die Bedeutung der beruflichen Bildung und Weiterbildung für den Caritasverband der Erzdiözese München und Freising. Sie wies auf das umfangreiche und attraktive Angebot der zahlreichen Caritas-Einrichtungen der Behindertenhilfe und Pflegeeinrichtungen hin und zeigte den Absolventinnen und Absolventen die vielfältigen Möglichkeiten der beruflichen Fort- und Weiterbildung im Caritas Institut für Bildung und Entwicklung auf. Gemäß dem Spruch von Galileo Galilei "Man kann einem Menschen nichts lehren, sondern nur helfen, es in sich zu entdecken" sei der Bildungsauftrag der Fachschule Kompetenzen auszubauen und Potentiale zu entfalten, um berufliche Lebenschancen zu eröffnen und an sich selbst zu wachsen.Mit der Ausbildung und den persönlichen und fachlichen Kompetenzen sei ein wichtiger Grundstein gelegt, um wirkungsvoll in der Gesellschaft handeln zu können. "Dies sei ", so Stark-Angermeier", die Basis für eine vielfältige solidarische Gesellschaft." "Bleiben Sie neugierige Entdecker", so ihr Wunsch für die Zukunft.
Auch Schulleiterin Bernadette Gaßner betonte in ihrer Rede, dass es an ihrer Schule nicht drum gehe, dem Schüler einen "Bildungshut" überzustülpen, sondern vielfältige Methoden für die Wege des eigenen Lebens aufzuzeigen.    "Das Leben ist eine Reise, nimm nicht zu viel Gepäck mit. " Mit diesen Worten von Benjamin Disraeli schickte sie die Absolventinnen und Absolventen mit ihren persönlichen Koffern auf die Reise des Lebens. "Packen Sie alles geschickt ein, öffnen Sie ihn immer wieder, befüllen Sie ihn neu und räumen Sie ihn um", so ihre Ratschläge zum Gelingen dieser persönlichen und beruflichen Reise. 

Bei der Zeugnisverleihung wurden hervorragende Leistungen der Jahrgangsbesten mit kleinen Geschenken bedacht. Gottfried Uschold beendete als Bester die einjährige Ausbildung der Heilerziehungspflegehilfe.  Herausragende Ergebnisse erzielten in der 3-jährigen Ausbildung in der Heilerziehungspflege Thomas Schaberl (1,1 ), Martina Hofmann (1,2) und Antonia Mayr (1,3).

Ausgelassene Partystimmung herrschte dann am Abend beim traditionellen Hep-Abschlussfest, wo zusammen mit Freunden, ehemaligen Absolventen und Lehrkräften ausgiebig gefeiert wurde.

Eva-Maria Zehetmair, Lehrkraft an der Fachschule für Heilerziehungspflege/-hilfe in Altenhohenau