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Fachschule für Heilerziehungspflege - Altenhohenau

Fachkräfte mit Herz und Kompetenz

Griesstätt/Inn, 29.07.2021

86 SchülerInnen der Heilerziehungspflege sowie 26 Heilerziehungspflegehelfer und -pflegehelferinnen feierten das Ende ihrer Ausbildung an der Caritasfachschule und den Einrichtungen der Behindertenhilfe. Für die Traumnote von 1,0 wurden Michaela Bermond als Jahrgangsbeste der dreijährigen Ausbildung sowie Regina Gaa als Beste der Heilerziehungspflegehilfe mit einem kleinen Präsent geehrt.

Coronabedingt erhielten die Absolventen und Absolventinnen in der Turnhalle klassenweise ihre Abschlusszeugnisse. Zu Beginn der jeweiligen Feierstunde stand eine kleine Segensfeier, die Prälat Peter Neuhauser unter das Thema Schöpfung stellte. Er machte deutlich, wie sehr der Mensch mit der Natur verbunden ist, zur Natur gehöre. „Gerade in den letzten Wochen mussten wir die Erfahrung machen, wie hart diese auch sein kann“, so der frühere Caritasdirektor, der im Jahre 1992 die Schule in Altenhohenau eingeweiht hatte.

Mit eindringlichen Worten erinnerte er alle an einen sorgsamen Umgang mit der Schöpfung Gottes, um im Einklang mit der Natur zu leben. Mit einem Segensgebet für die künftigen Aufgaben der Fachkräfte beendete Neuhauser den geistlichen Impuls, der von einem Musiktrio der Lehrkräfte eindrucksvoll umrahmt wurde. Schulleiterin Bernadette Gaßner machte in ihrer Rede anschließend deutlich, wie sehr doch - bedingt durch Corona - Routine verlorengegangen war, und Veränderungen den Weg zur Bildung erschwert hatten. „Ähnlich wie im Film ´Auf dem Weg zur Schule´“, so Gaßner, „war Weg zur Bildung kein einfacher“. Dennoch sei es trotz aller Widrigkeiten in Präsenz- und Distanzunterricht gelungen, ein wertvolles und kreatives Miteinander zu gestalten und die Schüler stark zu machen, stark für ein gelingendes Miteinander mit den ihnen anvertrauten Menschen mit Beeinträchtigung. Mit Worten der bekanntesten Poetry-Slammerin Deutschlands Julia Engelmann ermunterte Sie die frisch gebackenen Fachkräfte, ihre Geschichten zu schreiben, Geschichten, die sie später gerne erzählen und in deren Mittelpunkt die Menschen mit Beeinträchtigung stehen. Die Zeit des intensiven Lernens sei nun erst mal vorbei, so die Schulleiterin, nun bleibe auch wieder Zeit für die schönen Dinge, die in den letzten Jahren oft hintangestellt werden mussten.

Matthias Wölfel, Geschäftsführer des Caritas Instituts für Bildung und Entwicklung, gratulierte in seinem Grußwort den Absolventen zu einer großartigen Leistung und den
Titel „Bachelor Professionell in Sozialwesen“. Es sei eine gute Entscheidung gewesen, diese Ausbildung zu beginnen, denn mit dem nötigen Wissen im Hintergrund sei in der Praxis nun vieles leichter.
Mit Glückwünschen, launigen Reden und literarischen Anspielungen verabschiedeten sich auch die Klassenleiterinnen Michaela Schwarzenböck, Christl Mrowczinski und Ulla Ancelin sowie Herbert Müller von ihren Schülern, mit denen sie in schwierigen Zeiten trotz Distanz auch viel Nähe erleben konnten. Sehr gelungen war auch der Beitrag zweier Absolventinnen, die ihre Schule und die Lehrkräfte mit treffenden Worten in den Blick
nahmen. Großen Beifall gab es schließlich für die Einspielungen amüsanter Szenen mit den Lehrkräften beim Distanzunterricht von Manuela Fürst, die Einblicke in die Hürden des digitalen Unterrichtes ermöglichten. Mit so mancher Anekdote aus den vergangenen Jahren und persönlichen Gesprächen klang die Feier mit Kaffee- und Eisspezialitäten im Garten aus. Ein gelungener Abschluss einer oft schwierigen Schulzeit, darin waren sich alle Beteiligten einig.

Eva-Maria Zehetmair, Lehrkraft an der Fachschule für Heilerziehungspflege/-hilfe

von Fachschule für Heilerziehungspflege - Altenhohenau