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v.l.n.r.: M. Heilmayr (stellvertr. Schulleitung), Evi Zehetmair (Lehrkraft), Birgit Mair (Referentin), Robert Paulus (Schulleitung), Franz Winkler (ehem. Schulleiter) | © Kerstin Loher

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Fachschule für Heilerziehungspflege - Altenhohenau, Griesstätt/Inn, 23.01.2024

Zu den Fächern der Heilerziehungspflege gehört unter anderem “Politik und Gesellschaft”. Da passt es gut, dass vor wenigen Tagen am Schulzentrum Altenhohenau die Ausstellung „Demokratie stärken. Rechtsextremismus bekämpfen“ eröffnet wurde. Die Planungen hierzu, maßgeblich durch die Lehrkraft Eva-Maria Zehetmair vorangetrieben, begannen im Herbst vergangenen Jahres. Das Anliegen aber ist älter.

Schon seit Gründung der Fachschule vor mehr als fünf Jahrzehnten ist klar: Heilerziehungspflege ist bunt – sowohl was die Arbeitsfelder angeht wie auch was die Schülerschaft betrifft. Ein Miteinander von verschieden gelebten Lebensentwürfen wie auch unterschiedlichen beruflichen Schwerpunktsetzungen braucht ein grundsätzliches Verständnis von Demokratie, die im Kleinen wie im Großen gelebt wird. Geschichtliche Mahnung sind die menschenverachtenden Vorgänge im Dritten Reich auch gerade gegenüber Menschen mit Behinderung. Ende Januar, genauer gesagt am 27. Januar, wird der Opfer des Nationalsozialismus gedacht – in Deutschland und weltweit. In Berlin gab es hierzu Veranstaltungen, die eben diese Personengruppe und Opfer von „Euthanasie“-Programmen in den Blick nahmen. Für die Fachschulen vor Ort bot sich in diesem Zeitraum die Gelegenheit, die Wanderausstellung der Friedrich-Ebert-Stiftung „Demokratie stärken. Rechtsextremismus bekämpfen“ in die Räumlichkeiten in Altenhohenau zu holen und die Thematik mit den Schülerinnen und Schülern der verschiedenen Ausbildungsjahrgänge zu vertiefen.

Federführend organisierte die Deutsch- und Politik-Lehrerin Eva-Maria Zehetmair auch einen Impulsvortrag zum Thema Rechtsextremismus in Bayern. Hierzu konnte als Referentin Birgit Mair vom Institut für sozialwissenschaftliche Forschung, Bildung und Beratung e.V. (ISFBB), Nürnberg, gewonnen werden. Fachkundig und verständlich zeigte Mair den Anwesenden auf, welche aktuellen Entwicklungen zu beobachten und wie sie einzuordnen sind. Zur Ausstellungseröffnung konnte der aktuelle Schulleiter Robert Paulus unter anderem Franz Winkler begrüßen. Als ehemaligem Schulleiter der Fachschule für Heilerziehungspflege war und ist Winkler die politische Bildung ein Herzensanliegen. Die Ausstellung, die zahlreiche Informationen – z.T. medial neu aufbereitet – bietet, ist (auch in den Ferien) noch bis 16. Februar zu den Schulöffnungszeiten zu sehen. Gäste von außen sind willkommen – um eine Anmeldung wird gebeten. Informationen und kurze Führungen sind ebenfalls nach Voranmeldung möglich – auch in den Ferien. Interessierte wenden sich hierzu vorab entweder per Mail an: robert.paulus@caritasmuenchen.org oder vereinbaren einen Termin unter 0179/9498511 (PR)


Das Foto zeigt v.l.n.r.: Michaela Heilmayr (stellvertr. Schulleitung), Evi Zehetmair (Lehrkraft), Birgit Mair (Referentin), Robert Paulus (Schulleitung), Franz Winkler (ehem. Schulleiter); Foto: Kerstin Loher


von Fachschule für Heilerziehungspflege - Altenhohenau

Ansprechpartner/-in

Robert Paulus

Schulleitung Fachschule für Heilerziehungspflege - Altenhohenau